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Hausarbeit über Prähistorische Kunst

Publikationen Posted on Mi, Mai 16, 2018 11:53:11

Studiengang: Kunstgeschichte

Hausarbeit – 1:

Stellen Sie eigene
Überlegungen zu der Frage an, warum Menschen damit begonnen haben, Dinge und
Gestalten, Figuren und Formen zu bilden bzw. nachzubilden. Versuchen Sie dabei
zu reflektieren, warum Menschen Dinge herstellen, die anscheinend nicht wichtig
sind für das bloße Überleben, sondern in dieser Hinsicht zweckfrei. Scheuen Sie
sich nicht, auch über diese uns sehr fernstehenden Gestaltungen, ihre
Motivationen und Gründe zu spekulieren.

Judith Kinsky, 08. Mai 2018

Archäologischen Funden zur Folge, waren die ersten Artefakte,
die der Mensch im Paläolithikum schuf, geschlagene Steinwerkzeuge, die zum
alltäglichen Leben nützten; Pfeilspitzen zum Jagen von Beutetieren und
Steinklingen zum Zerlegen der Beute, zum Knacken von Nussschalen. Diese
Artefakte waren notwendig für das Überleben der Nomaden, die als Jäger und
Sammler in kleinen Gruppen lebten und den Viehherden in ihren Wanderungen
folgten.

Doch irgendwann begann der Mensch auch kleine Figuren und Höhlen-
malereien zu erschaffen, wie Funde aus dem Jungpaläolithikum beweisen:

Beispielsweise der Fund eines Wildpferdes aus
Mammutelfenbein, welches der Epoche Aurignacien, um 30.000 v. Chr. entstammt, außerdem der sogenannten „Venus von Willendorf“,
einer weiblichen Kalksteinstatuette, die in der Epoche Gravettien um 20000
v.Chr. entstand, sowie die berühmten Felsmalereien in den Höhlen von Lascaux in
Frankreich und Altamira in Spanien, welche in der Epoche Magdalénien um 10000
v. Chr. gemalt wurden.

Plötzlich werden Artefakte hergestellt, die nicht zum bloßen
Überleben wichtig sind – im Gegenteil – sie sind darauf bezogen, völlig
zweckfrei.

Irgendetwas muss sich im menschlichen Denken und in seiner
Lebensweise nun verändert haben.

Betrachten wir zunächst die biologische Entwicklung des Steinzeitmenschen,
so nähern wir uns der Tatsache an, dass, bedingt durch die genetische
Veränderung des Gehirnes, vor allem im Frontallappen der Frühmenschen sich
langsam ein „Ich“ – empfinden entwickelte, welches dem Menschen einen
neuen Blick auf Raum und Zeit warf, sowie ihm das Planen und Gestalten seines Umfeldes
ermöglichte.

„Ab
wann sind Menschen Menschen? In der großen Linie der Menschwerdung wird wohl
gesagt werden müssen, ohne dabei an alte Philosophie anzuknüpfen: wenn sie das
Instinktive immer mehr überwinden und „frei zu denken beginnen“. Frei, also
reflektiert und vielleicht alternativ zu denken, bedurfte gegenüber
Frühmenschen bei Homo sapiens erneut einer biologischen Veränderung durch Mutationen,
die den Tier-Mensch-Übergang immer wieder kennzeichnet. Äußerlich zeigt das die
hohe Stirn, hinter der der Präfrontale Cortex evolutiv entstanden ist.“
(1-vgl Larson, 2016)

Biologisch ist der Präfrontale
Cortex, welcher innerhalb aller Primaten, beim Menschen nun sein größtes
Volumen erreicht hat verantwortlich für höhere kognitive Prozesse unter Berücksichtigung
des individuellen emotionalen Zustands
und besitzt eine wesentliche Bedeutung für die Persönlichkeitsstruktur. (2-vgl Spektrum.de, 2018))

Mit der Vergrößerung des Präfrontalen Cortex, war also die
Fähigkeit der Reflektion geboren und
damit meiner Meinung nach, der Grundstein des zweckfreien Gestaltens gelegt.

Rein biologisch gesehen, fern von kultischen und religiösen
Aspekten, hatte der Mensch also die Fähigkeit erlangt, seine Umgebung zu
erfassen zu reflektieren und gestalterisch plastisch, sowie malerisch wieder zu
geben. Und das tat er auch. Von meinem Standpunkt als Bildende Künstlerin aus, muss der frühe Mensch geradezu überwältigt gewesen
sein von riesigen Büffel- oder Mammutherden und imposanten, Angsteinflößenden
Raubtieren. Mit den neu erworbenen geistigen Fähigkeiten war es fast schon ein
notwendiger Verarbeitungsprozess, diese Erlebnisse künstlerisch wieder zu
geben. Ähnlich wie bei Kindern heute, die auch gerne eindrucksvolle Erlebnisse
malerisch verarbeiten.

Dass die Höhlenmalereien aber oft an unzugänglichen Stellen
der Höhlen angebracht wurden, gibt den
Artefakten noch eine andere Bedeutung. Es waren keine Alltagswerke und nicht
für jeden erreichbar. Zweifelsohne erschaffen in besonderen Höhlen, die als
Kultstätten dienten, darin sind sich Prähistoriker einig. (vgl. Lernheft 1, Seite 8)

Auch die Tier-Menschfiguren sind keine Wiedergaben von
reellen Menschen, es sind erhöht dargestellte Figuren ähnlich späterer
Götterdarstellungen, wie sie in der ägyptischen Kultur zu finden sind, nur eben
noch nicht so filigran ausgearbeitet.
Die dargestellten weiblichen Kleinplastiken, welche ein
Idealbild der Fruchtbarkeit symbolisieren sollen, fanden ebenfalls in einem
rituellen Kontext Verwendung.
(vgl. Lernheft 1, Seite 6)

Das neue Auseinandersetzen mit sich und seiner Umwelt, dem
Leben und dem Tod, ließ den Menschen wohl nun an etwas Magisches, eine Art höhere
Instanz glauben. Ich meine auch, aufgrund meiner malerischen Ausbildung
beurteilen zu können, dass nicht jeder Frühmensch diese Malereien und Plastiken
herstellen konnte. Es handelte sich vermutlich um auserwählte Personen, die ein
besonderes ausdruckfähiges Talent besaßen, den Werken eine unglaubliche
Strahlkraft, Präsenz und Magie zu verleihen.

Vor allem die Höhlenmalereien berühren und faszinieren die
Menschen bis heute noch zutiefst.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass es sich bei den
„Künstlern“ um Magier, Schamanen eines neu entstandenen
Götterglaubens handelte, die zwischen den Welten vermittelten.

Diese Annahme bringt mich zum zweiten Punkt der veränderten
Lebensweise der Menschheit die nun eine gewisse Freizeit für Kunst und Kult mit
sich brachte.

Die Menschen, die Artefakte anfertigten und mehrere Stunden
oder Tage auf diese Tätigkeit verwendeten, wurden von ihrer Sippe respektiert
und miternährt. Die Voraussetzung dafür waren Gegenden mit fruchtbarem
Klima, welches durch üppigen Pflanzenwuchs auch große Vieherden gedeihen lies.
Mehr Nahrung trug zur Vermehrung der Sippen bei. So war es einfacher genügend
Nahrung auch für nichtjagende und nichtsammelnde Mitglieder zu beschaffen. Und
eine weitere Entwicklung begünstigte diesen Umstand:

„Vor etwa 10
000 Jahren setzte ein Wandel ein. In den östlichen Randgebieten Mesopotamiens
entdeckten die Menschen, dass aus Wildgräsern Nahrungspflanzen gezüchtet werden
können, die sie auf Feldern anbauen können. Sie konnten so Getreide auf Vorrat
erzeugen.
Es gelang ihnen wild lebende Schafe und Ziegen an sich zu gewöhnen und sie
konnten sie allmählich als Haustiere halten. So war auch die Fleischversorgung
nicht mehr nur von der Jagd abhängig. Die Menschen, die Jahrtausende als Jäger
und Sammler umherwanderten, wurden sesshaft. Sie begannen Ackerbau und
Viehzucht zu betreiben.

Der Übergang
zur Sesshaftigkeit hat das Leben der
Menschen grundlegend verändert. Die jungsteinzeitlichen
Lebensformen drangen allmählich vom Orient nach Europa vor.“(3- vgl.
www.lernhelfer.de)

Abschließend
sehe ich in der Kombination aus biologischer Evolution des Präfrontalen Cortex und der veränderten
Lebensweise vom Jäger und Sammler hin zur Sesshaftigkeit, den Schlüssel zur
Entstehung von „zweckfreien“ Artefakten in der Menschheitsgeschichte.

Einerseits,
durch Reflektionsfähigkeit bedingtes Darstellen von erlebten Eindrücken,
Träumen und Wunschdenken, andererseits durch Verehrung von Fruchtbarkeit von
Mensch und Tier, Beschäftigung mit dem Diesseits und des Jenseits und den letztendlich
daraus resultierenden kultischen Handlungen, die den Lebensgemeinschaften mehr soziale
Stabilität und geistige Orientierung gaben.

Quellenverzeichnis

1)
Henning,
Lars: Von der Höhlenmalerei zur
Hochkultur am Göbekli Tepe , Zur Soziologie früher Gemeinschaften, der Kognition
und der Geschlechter im Jung-Paläolithikum, Berlin, 2016, Seite 19

2)
Spektrum.de , „Zitat“:
https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/praefrontaler-cortex/10178,
(abgerufen am 09.05.2018)

3)
lernhelfer.de., „Zitat“: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/geschichte/artikel/lebensweise-der-jungsteinzeit,
(abgerufen am 09.05.2018)



Body Shaming in der Kunst?!

Kunst Posted on Mo, April 09, 2018 10:54:39


BODY SHAMING in der Kunst?!

Es geht hier um dieses Ölgemälde, das der Serie „Florida Beach“ von 2008 entstammt.

Wie ihr erkennen könnt, habe ich eine eigene Technik entwickelt mit einem unruhigen, abstrakten Hautbild, aber dies soll nicht das Thema sein.

Einer meiner Sammler kaufte einige Arbeiten aus jener Serie, nur eben diese nicht.

Die Begründung war, dass FALTEN am Bauch zu sehen seien, die STÖREND seien.

Aha. Zuerst war ich nur leicht gekränkt, da ich gerade dieses Bild besonders mochte: die Dynamik kurz vor dem Sprung ins Wasser, die Farbigkeit, dieses pudrige Taubenblau, wie der Himmel in Florida oft in den Abendstunden erstrahlt..

Aber die Bauchfalten stachen mir jetzt auch ins Auge.

Was ist daran falsch?

So sieht eine Frau in der Haltung eben aus… ist das nicht einfach natürlich?

Was ist falsch an NATÜRLICHKEIT?

BODY SHAMING EINER GEMALTEN FRAU! Oder etwa nicht?

Das ist irgendwie krank, dachte ich, und meiner Meinung nach ein Spiegel dessen, was eine Frau nicht haben darf: sichtbare Bauchfalten, auch wenn sie sich gerade vorn überbeugt…

Der Sammler setzte damals noch etwas drauf:

„Sowas verkaufe sich nicht“, sagte er, womit er tatsächlich Recht behalten sollte.

ES IST DAS EINZIGE BILD DER SERIE, DAS NICHT VERKAUFT WURDE!

Er hatte nicht nur Recht behalten, er hatte mich doch tatsächlich darin beeinflusst, NIE WIEDER Posen zu malen, wo Bauchfalten oder sonstige unschöne Falten zu sehen sind, denn ich muss ja meine Kunst verkaufen.

Und so lange die gefühlte Mehrzahl der Museen, KuratorInnen und GaleristInnen eben solche starken, eigenen Abbildungen von Frauen NICHT ausstellen möchte, weil sie ja auch mit dem Trend gehen, so lange werde ich keine Bauchfalten mehr malen!

Nicht weil ich sie nicht mag, sondern weil dann Zwanzig oder Dreißig Bilder in meinem Atelier stehen würden, die ich nie verkaufen könnte.

BODY SHAMING ist nun auch in die Kunst eingekehrt!
„Germanys Next Top Model“ und anderen oberflächlichen TV-Sendungen in dieser Richtung sei Dank!

Kann ich ja trotzig sagen: „Mach‘ ich trotzdem, jetzt erst Recht!“ Faust nach oben!

Genau… mein Vermieter wird mich nach einem Jahr unbezahlter Ateliermiete rauswerfen.

Ja, die Malerei darf krass sein – ich könnte, polemisch ausgedrückt, dicke „Hupen“ und blanke „Muschies“ problemlos malen, aber dann bitte politisch korrekt: ohne Bauchfalten oder sonstige störende Natürlichkeit.

Das ist fast so heuchlerisch wie mit dem trendigen „Nude“ Make-up – Tonnenweise Schminke im Gesicht, um natürlich, rosig, ungeschminkt auszusehen…

Als Künstlerin, Frau und Mutter einer Tochter finde ich diese Entwicklung nicht akzeptabel. Ich bin empört darüber!

Kein Wunder, dass so viele Mädchen Eßstörungen haben, mit eingezogenem Bauch herumrennen und bereits mit „sweet sixteen“ nur noch schön getunte Fotos von sich posten. Taille dünner, Beine länger, BAUCHFALTEN weg –

die Aufzählung könnte endlos sein.

Das ist eben genau der Grund, warum ich mich jetzt an Euch wende: Frauen, Männer, Mütter und Väter! Gehen wir gegen dieses Body Shaming endlich vor!

Seien wir unseren Töchtern ein Vorbild, dass ein weiblicher Körper gemalt oder in Natura nicht mit Filter, Photoshop, starken malerischen Korrekturen etc. „entstellt“ werden muss, um schön zu sein.

Lasst uns wieder bewusst werden – fern von dem Medienrummel – dass jede Frau, jedes Mädchen einen einzigartigen und schönen Körper besitzt und ihn auch feiern sollte! Da gibt es NICHTS zu schämen!

Herzlich

Judith Sturm



Charity mit Hindernissen

Philantropie Posted on So, März 25, 2018 11:27:59


Bereits zu meiner Studentenzeit spendete ich ab und an Bilder für gute Zwecke – mal für die Aidsstiftung Saar, dann für den Round Table zu Gunsten Krebskranker Kinder.

Als Künstlerin sehe ich darin eine schöne Möglichkeit anderen zu helfen, es ist außerdem eine gute Gelegenheit neue, interessante Menschen kennen zu lernen.

So kam es im letzten Dezember, dass ich, über eine Spendenaktion eines Facebook Freundes, mehr über die „Bettina-Bräu-Stiftung“, zu Gunsten Krebskranker Kinder, erfuhr.

Die Stiftung wurde von einer Mutter ins Leben gerufen, die selbst ihre Tochter durch diese schlimme Krankheit verlor.

Bitte informiert Euch selbst auf dieser Homepage:http://www.bettina-braeu-stiftung.de/

Was mich emotional sehr berührte war die sogenannte „Tapferkeitskiste“ im Krankenhaus, die stets mit kleinem Spielzeug aus den Spendengeldern gefüllt wird, um die schmerzhaften Behandlungen der Kinder erträglicher zu machen.

Da wollte ich spontan mithelfen, damit diese Kiste nie leer werden sollte…allein die Vorstellung, was die kleinen Mäuse da durchstehen müssen…

Nach kurzer Überlegung wählte ich eines meiner kleinen Flamingo-Objekte aus und startete auf Facebook eine Weihnachts-Kunstauktion zu Gunsten der „Bettina-Bräu-Stiftung“.

Zur Freude war die Auktion recht erfolgreich! Keine Riesensumme, doch genug, um z.B. die Kiste zu füllen! Ich war echt happy!

Nachdem das Geld des Spenders, der mein Kunstwerk ersteigerte, auf meinem Konto eingegangen war, wollte ich umgehend die Arbeit versenden und Geld auf das Spendenkonto überweisen.

Doch dann der Schock!

Das Konto war fast leer! Die Wohnungsgesellschaft hatte, statt der vereinbarten Kautionsraten unserer gerade frisch bezogenen Wohnung, einfach den Gesamtbetrag vom Konto abgezogen!

Da stand ich nun, kurz vor Weihnachten mit knapp 50€ Guthaben!

Ohne das Geld aus der Auktion wäre ich komplett aufgeschmissen gewesen! Was für ein Mist! Und nichts zu machen!

Ausgerechnet im Dezember verschob sich zusätzlich ein Bauauftrag meines Mannes aufs Frühjahr und kein weiteres Einkommen in Sicht…

Auf Mallorca ist es schwer im Winter eine Arbeit zu finden, hier ist ja alles auf die Saison fixiert…

Nach Rücksprache mit der Sammlung Kinsky, überlegten wir ältere Papierarbeiten und Einzelstücke in Online-Kunstauktionen zu geben. Keine Galerie wollte sie mehr in aktuellen Ausstellungen zeigen – also – warum auch nicht?

Selbst wenn diese Papierarbeiten nicht so hohe Preise erzielen würden, so eröffnete sich uns ein neues Sammlerpublikum, strategisch gesehen also keine schlechte Idee.

So vermochte es die Sammlung Kinsky ihre alchemistischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und Sch…(in Bezug auf die Umstände) in Gold zu verwandeln… 😉

Toll fand ich es auch, dass der Spender aus der Weihnachtsauktion so verständnisvoll reagierte, als ich ihm die Sachlage mitteilte. Nochmals vielen Dank dafür!

Nun hieß es Geduld haben, abwarten.

Nach turbulenten, finanziell ungewissen drei Monaten kehrte wieder Stabilität ein und ich wollte das Geld nun endlich an die Stiftung überweisen.

Ich probierte es fünf mal.

Überprüfte, ob ich auch wirklich alles korrekt eingegeben hatte, aber fail… Jedes mal die gleiche Aufforderung: „Bitte setzen Sie sich persönlich mit einem Servicemitarbeiter in Verbindung“

Ja auch Online-Banking kann so seine Tücken haben – ein klassischer „Bug“ stellte sich später heraus!- alle Überweisungen funktionierten, nur nicht die an die Stiftung…

Irgendwann ist mir der Geduldsfaden gerissen – ich überwies das Geld meinem Sohn und er leitete es an die Stiftung weiter und diesmal funktionierte es problemlos…Was für ein Nervenkrieg noch am Ende!

Doch die „Tapferkeitskiste“ ist alle Mühen Wert- findet ihr nicht??

Wenn Euch mein Beitrag und die Stiftung gefallen hat und ihr auch etwas Spenden möchtet, egal wie klein die Summe auch sein mag, hier ist das Spendenkonto der Stiftung!

herzlich Judith

Bettina-Bräu-Stiftung

IBAN: DE 73701500000907219000

BIC: SSKMDEMMXXX

Stadtsparkasse München

(Als Betreff eigener Name und Adresse eingeben, z.B.:)

Betreff:

Maxima Mustermann, Musterstraße1, 11111 Musterhausen



„Georgia in my mind“

Kunst Posted on Fr, März 23, 2018 15:11:46

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich, ich glaube ich war damals vierzehn Jahre alt, in einer Buchhandlung ein kleines, ja schon fast winziges Buch in den Händen hielt.

Georgia O’Keeffe.

Ich war fasziniert. Noch nie hatte ich solch wunderschöne Blumengemälde gesehen. Dieses kleine Buch über die Malerei der berühmten, amerikanischen Künstlerin, begleitete mich während meiner gesamten Schulzeit und beeinflusste stark die Bildkompositionen in meiner jetzigen Malerei.

Vanitas Motive faszinieren von jeher, so war es nicht verwunderlich, dass ich mich in Georgia O’Keeffe’s Schädelbilder verliebte.

Sie zeigt in ihnen den Tod voller Anmut und frei von seinem Schrecken.

Geschmückt mir einer Rose, das Symbol Mariens, der Liebe oder des Schweigens? Geheimnisse, die jemand mit ins Grab nimmt?

Wer weiss, vielleicht hat Georgia einfach nur die Schönheit der Rose und des verwitterten Schädels einfangen und sonst nichts weiter mitteilen wollen.

Durch meinen Arbeitsaufenthalt auf Mallorca werde ich ständig mit dem Thema Stier konfrontiert. Keine Galerie dort, die nicht Gemälde und Skulpturen von Stieren ausstellt, doch irgendwie haben mich diese Tiere malerisch nie wirklich interessiert, bis ich, auf einer Finca in Esporles, drei kleine, verwitterte Ziegenschädel im Garten entdeckte und bewunderte…Da kamen mir sofort wieder die Schädelbilder von Georgia in den Sinn…

Ich arbeite gerade an einer Edition von 12 kleinen Ölbildern (20x30x4 cm), die alle ähnlich aber jedes für sich steht. In jeder Arbeit von „Georgia in my mind“ ist ein Stierschädel und eine oder zwei Rosen abgebildet. Die Unruhe meiner typischen Salzgrundierung klingt nur zart hindurch. Der pudrige matte Farbauftrag wird durch den einheitlichen schwarzen Hintergrund verstärkt, die Romantik durch neonfarbene, geometrische Farbflächen wieder etwas gebrochen. Pulsierenden Farbblitze im Kontrast zur fast schon neo-viktorianischen Malerei. Und doch bleibt der Schädel prägnant und anmutig, wird vom Neon eher getragen, denn gestört.

Eine Rose zu malen ist sehr meditativ. Jeden Tag denke ich nun, dass Rosen wirklich besondere, magische Blumen sind – kein Wunder, dass fast alle Menschen von ihnen fasziniert sind!

Die ersten sechs Gemälde habe ich nun fertig gestellt und möchte sie Euch nicht vorenthalten. Ich freue mich schon auf die Vollendung der Serie und halte Euch auf dem Laufenden!

Herzlich Judith



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